Wir erinnern uns auch daran: Da gab es 2006 – erst nach 3Jahren Kämpfen und Auseinandersetzungen - die internationale Antikriegsaktion zu Wasser, auf dem Lande und in der Luft „Das Begräbnis oder Die Himmlischen Vier“. Der Tote deutsche Soldat konnte damals nicht begraben werden, die Himmlischen Vier, die 4 Alliierten des II. Weltkrieges nahmen ihn mit sich, denn es gab da dieses Krokodil. Und es gibt es noch und es gilt mehr denn je sein aufgerissenes Maul zu stopfen. Insbesondere darum geht es wenn man auch dieses Jahr sagt:
Jedes Jahr sei erinnert an die Befreiung vom Hitlerfaschismus!
Auch im 60.+3Jahr, diesmal in Bremen,
am 10. Mai um 14.00 Uhr im Bürgerhaus Neue Vahr, Berliner Freiheit 10.
Mehr denn je gilt es deutlich zu machen „Niemand und nichts ist vergessen“. Deutlich wird es uns diesmal von Aleksandr Safronowitsch Silwaschko gemacht, Rotarmist und einer Jener, die in Torgau 1945 mit dabei waren. Dort, wo sich Sowjetsoldaten und die der US-Armee die Hände reichten, einig im Wunsch „Nie wieder Krieg- Nie wieder Faschismus“.
Aber die Realität in diesem Land, in dem auch wir seit 1990 leben müssen, ist eine andere.
Darüber wird in dieser Veranstaltung zu reden sein, insbesondere von Arbeitern und Gewerkschaftsvertrauenleuten von Daimler/BMW/…
Es wird darüber zu reden sein, was es im Klartext bedeutet, wenn die derzeitig Regierenden sagen: „Im Grunde haben wir seit dem 11. September 2001,in Wahrheit seit dem 9. November 1989, seit dem Fall der Mauer,eine völlig veränderte Bedrohungslage.“ (Schäuble, Süddeutsche Zeitung, 8./9. 4. 2006)
Wir werden gemeinsam darüber sprechen, was dagegen zu tun ist, in dieser seit 1990 durch die Einverleibung der DDR größer gewordenen BRD.
Denn es ist eine BRD „im kriegerischen Einsatz“, mittendrin in der Vorbereitung eines neuen, wofür dieser ganze Staat umgebaut wird.
Alles zusammengenommen, macht augenscheinlich: Wenn man sich heutzutage an die Befreiung vom Hitlerfaschismus erinnert, tut man es nicht aus historischen Gründen, sondern weil der Bezug mit der Gegenwart mit den Händen zu greifen ist und wir in die Pflicht genommen sind, aktiv zu werden, immer wieder neu und nicht nur an diesem Tag.
Marina Beck